Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung übergibt Spenden an zehn Einrichtungen in Karlsbad

31.10.2022 09:19

BNN Donnerstag |13.10.2022 | Auch Bürgerpreise soll es wieder geben

Auch Bürgerpreise soll es wieder geben

Karlsbad. Als Nachwirkung der Corona-Pandemie, aber auch wegen der allgemeinen Finanzsituation sind es derzeit insbesondere ehrenamtliche Aktivitäten, die Einschränkungen erfahren. „Hier möchte die Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung Karlsbad auch in diesem Jahr mit Spendenmitteln einen Beitrag zur Milderung möglicher Probleme leisten“, sagte Stiftungsvorstand Ragnar Watteroth bei der Übergabe der Spenden in der Mensa des Gymnasiums. Insgesamt zehn Karlsbader Vereine und Organisationen sowie Schulen profitieren von der Ausschüttung.

Seit mehr als 30 Jahren bietet die Ittersbacher Museumsscheune unter dem Dach des Karlsbader Heimatvereins ein beispielhaftes Kulturprogramm mit jährlich bis zu 16 Gastspielen. Längst hat man sich zur beliebten Kleinkunstbühne der Region entwickelt. Auch hier hat Corona zu Vorstellungsabsagen oder Einschränkungen der Besucherzahlen geführt. Zur Abmilderung der entstandenen Mindereinnahmen, erhält das Scheunen-Team 1.000 Euro aus der Stiftung.
Ein beliebter Treffpunkt der Schülerinnen und Schüler ist die Karl und Hilde Holzschuh-Bibliothek im Karlsbader Gymnasium. Die Ausweitung des Angebots wird mit 1.000 Euro gefördert. Zum Nachholen während der Pandemie ausgefallener Aktivitäten in den fünf Karlsbader Grundschulen sowie in der Förderschule durften die Schulleitungen jeweils 500 Euro als Spenden entgegennehmen. Im Blickpunkt stehen dabei Theater- und Leseprojekte bis hin zu Sportveranstaltungen.
Bereits im Vorgriff auf den Karlsbader Ferienspaß 2023, bei dem seit Jahren bis zu 400 Kinder in den Sommerferien mit vielfältigen Angeboten betreut werden, gehen 1.500 Euro auf das Konto der Gemeinde.
Noch vor der Pandemie hat die im Jahr 2006 gegründete Kontaktgruppe Amsel Karlsbad, die sich mit großem ehrenamtlichem Engagement um Multiple-Sklerose-Patienten kümmert, ihr Hilfs- und Betreuungsangebot deutlich ausgeweitet. Die Einrichtung wird mit 500 Euro unterstützt.
Seit Jahren bietet die Gemeinde Karlsbad eine attraktive Kernzeitbetreuung für Grundschüler. Dort wo Eltern aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht mehr in der Lage sind, die Gebühren hierfür zu bezahlen, möchte die Stiftung helfen und stellt 1.000 Euro bereit.
Laut dem Stiftungsvorstand unterstützt die Einrichtung – ganz nach den Vorgaben der Stifter – außerdem alljährlich mit rund 12.000 Euro die Forschungsarbeit der Komplementärmedizin. „Trotz der Krisen schaffen wir es, auch in diesem Jahr mit rund 20.000 Euro an Spendenmitteln den Stiftungszweck zu erfüllen“, betonte Watteroth. Nach zweijähriger Pause wolle man außerdem im kommenden Jahr beim Neujahrsempfang der Gemeinde wieder Bürgerpreise an Einzelpersonen oder Gruppen verleihen.
Seit der Gründung im Jahr 2000 hat die Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung 702.000 Euro ausgeschüttet. Der Stiftungsfonds speist sich weitgehend aus Mieteinnahmen. Primärer Wunsch des Stifterpaares Holzschuh war die Förderung des Ehrenamts und die Stärkung des Gemeinwohls in Karlsbad.
Strahlende Gesichter: Stiftungsratsvorsitzender und Bürgermeister Jens Timm sowie Stiftungsvorstand Ragnar Watteroth (von rechs) übergeben in der Mensa des Gymnasiums die Preise für ehrenamtliches Engagement.

 

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Foto: Gustl Weber

WIR ZEICHNEN FORSCHUNG AUS
10 Jahre Holzschuh-Preis Für Komplementärmedizin

10jahre_komplementaermedizin.jpgDownload Broschüre (PDF, 4,6 MB)



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